#14 Und plötzlich fühlt es sich wieder richtig an.
Shownotes
Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie eine Zeitung in der Hand halten – und sofort merken: Das ist mehr als Information?
Genau darum geht es in der neuen Folge von „Print lebt“. Wir sprechen mit Kai Rose, geschäftsführender Gesellschafter der Mediengruppe Klambt. Und dieses Gespräch ist kein nüchterner Branchenblick. Es ist eine Erinnerung daran, warum wir das hier eigentlich tun.
Rose spricht offen über Rückgänge – und gleichzeitig über Chancen. Über ein Medium, das Nähe schafft, Vertrauen aufbaut und wirkt, wenn andere längst weitergescrollt haben.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Lebt Print wirklich noch?
00:00:15: Hat Print denn wirklich eine Zukunft und welche Rolle spielt denn Print insbesondere, wenn es um Pressevertrieb geht?
00:00:25: Fragen über Fragen.
00:00:27: Die wollen wir heute besprechen und zwar mit einem Gast den wir aus Hamburg zu schalten und ich freue mich sehr, dass er sich die Zeit für uns genommen hat.
00:00:41: Herzlich willkommen in dem Podcast.
00:00:43: Brindt lebt!
00:00:44: Lieber Kai Rose.
00:00:46: Ja vielen Dank.
00:00:47: Ich freu mich sehr auf das Gespräch.
00:00:50: Herr Rose Sie schalten sich aus Hamburg zu.
00:00:53: sie haben aber mehrere Standorte an denen sie aktiv sind weil Klamp ist ja allseits bekannt.
00:01:02: warum sitzen sie in Hamburg?
00:01:05: Ja, zunächst mal wenn ich als eigentlich Süddeutscher ein bisschen ausholen darf und wir holen ja ein bisschen mit Geschichten aus ist ja das Unternehmen im Jahr eighteen vierzehn von meinem Ururursfahrt in Schlesien gegründet worden.
00:01:19: Sein Schwiegersohn Georg Rose hat dann den ursprünglichen tatsächlich Zeitungsverlag erweitert in die damals westdeutschen Gebiete nach Hamm und Speyer.
00:01:29: Speyer war nach dem Weltkrieg der Standort, der am wenigsten zerstört war.
00:01:35: Da hatte man also noch Druckerei die einigermaßen funktioniert hat und deswegen haben meine Großeltern nachdem sie nach Norddeutschland geflogen sind da den Wiederaufbau geplant hatten in Speyer am Rhein die Mediengruppe Klamt wieder aufgebaut und entsprechend bin ich dann in Speier geboren was sozusagen mein persönlicher Hintergrund war Und unsere Standorte heute sind nach wie vor Speyer, wo wir unsere kommerziellen Standort haben.
00:02:04: Unsere kommerzielle Headquarter unter anderem eben auch die Vertriebsleitung, die ja vielen der Lesenzirkelunternehmer auch bekannt ist und haben daneben die Standorte sehr traditionell.
00:02:17: Baden-Baden das auch schon seit etwa siebzig Jahren aus einer unserer Kernstandorte mit auch etwa hundertvierzig Hundertfünfzig Kolleginnen Kollegen Hamburg, so etwa seit gut fünfzehn Jahren.
00:02:32: Wir sind hier etwa hundertundachzig Kolleginnen und Kollegen machen unseren eher live-style orientierten Printbereich plus unsere digitalen Units die von hier aus arbeiten und einen Teil vom Dedelsgrasing dazu.
00:02:47: damit komme ich an den Standard Bielefeld.
00:02:49: wir hatten ja es auch bekannt in dem Auditorium, wir hatten ja vor dreieinhalb Jahren Delis-Glasing übernommen und Delis Glasing wiederum hat die Standorte Bielefeld also den Hauptstandort eigentlich.
00:03:01: Den ursprünglichen Standort München oder Wassersport sitzt in Hamburg ein München- oder Radsport sitzt so herum macht ja auch Sinn von Hamburg.
00:03:09: oder Wasserschmord sitzt das ist eine Wassersports Redaktion und entsprechend haben wir hier am Standort Hamburg auf D Wassersport-Redaktion von Delos Glasing und Stichwort München.
00:03:18: Wir sind in München tatsächlich, in der Zwischenzeit über zweihundert Kolleginnen und Kollegen mit Delos Glassing Radsport, mit Storyboard unserer Content Marketing Agentur kommen wir vielleicht nachher auch nochmal am Rande dazu und eben mit den Kolleginnen und Kolleginnen aus Ismanningn, nachdem wir ja im letzten Jahr die unterhaltenden Frauenzeitschriften der Funkenmediengruppe übernommen hatten.
00:03:42: also heißt am Ende des Tages haben Heute fünf Hauptstandorte in Deutschland.
00:03:47: Ich persönlich bin am meisten meinerzeit in Hamburg, das heißt aber nicht dass ich nicht auch an den anderen Standorten anwesend bin genauso wie mein Bruder auch und das ist natürlich auch eine sehr schöne Vielfalt die wir hier abbilden.
00:04:03: Vielfald ist ein gutes Stichwort insbesondere wenn wir über Medien reden.
00:04:10: Es gibt ja nur wenige Branchen, die so in Anführungszeichen gebeutelt sind von diesem Begriff der Digitalisierung.
00:04:17: Wir kommen nicht umher darüber zu reden.
00:04:20: wenn wir mal also die Zeit Revue passieren lassen.
00:04:23: Wir müssen jetzt nicht jede Dekade seit der Gründung eighteen hundert vierzig durchgehen.
00:04:29: aber wenn wir uns nunmal so die letzten vielleicht zwanzig Jahre angucken das ist ungefähr auch Ihre Zeit als Geschäftsführer, nämlich wenn ich das richtig im Kopf habe haben Sie bald jubiläum-vonzwanzigjähriges.
00:04:45: Dann würde mich mal interessieren wie haben sie denn diese Branche zu Beginn Ihrer Amtszeit erlebt und wie ist es denn heute?
00:04:54: Also zum nächsten Mal zu Beginnen meiner Berufszeit war ich ja schon in Hamburg weil ich da Trainee bei Konan Jawa war und mein Mentor war der auch hier noch vielen Bekannte Hartmut Bühne, der Vertriebschef von Konan Jaa.
00:05:08: Und das war natürlich für mich eine sehr spannende Zeit.
00:05:11: also zunächst mal ja doch aus meiner Heimat, aus der Kleinstadt Speyer in das Überstudium Nürnberg und dann das sage ich mal sehr weltoffen umtriebige Hamburg.
00:05:21: und Hamburg ist heute natürlich noch ein bedeutender Mädchenstandort Dort auch immer noch unserer Verlagslandschaft, aber wenn man sich erinnert wie das vor dreißig Jahren war, waren natürlich Hamburg einer der probabilistischen Zentren, sag ich mal weltweit.
00:05:38: Wenn man das so sieht und ja ich habe ja damals durfte ich eben bei Kronanjahr einige Jahre verbringen sowohl in den vermarkten den Units in Pressevertrieb, aber auch im Anzeigendbereich.
00:05:52: War bei Geo was spannend war beim internationalen Zeitungsbereich und eben dann ganz früh durfte ich dabei sein eben bei den ersten kommerziellen digitalen Angebote und war der Mitarbeiter Nummer zwei bei der Suchmaschine Firewall.
00:06:07: also worauf ich hinaus will weil sie eben sagen die letzten fünf zwanzi Jahre wir blicken ja so ein bisschen mit unserer persönlichen Biografie auf ein bisschen längeren Zeitraum zurück und natürlich haben wir in der Branche, sag ich mal einige Leuchttürme verloren.
00:06:24: Das ist so!
00:06:26: Und ich denke da auch auch ein bisschen räumütig daran einerseits und andererseits haben wir eben als Mediengruppe klangt was sage ich mal für mich für meine Mitgesellschaft darin mit gesellschaft vielleicht auch für meinen Bruder, vor dem wir uns ja undenkbar waren.
00:06:42: Wir haben ein sehr starkes Wachstum hinter uns und hatten ursprünglich oder anfängig unserer Gestaltungszeit als Geschäftsführer- und Verleger noch sehr viel selbst gegründet.
00:06:55: Eigentlich jedes Jahr zwei, drei neue Zeitschriften sind wir auch so ein Stück weit unter dem Rapper da gelaufen, weil wir waren die kleinen Yellow Press Verlegers aus Speyer und Baden-Baden.
00:07:06: Und später dann sind wir eben in Join-Ventures gewachsen, die zum Beispiel mit Kronan Jaar, mit Heinrich Bauer Verlag und internationalen Verlagen.
00:07:14: Und haben danach als auch das Potenzial ein Stück weit ausgereist war, eben die Obotänitäten gehabt Titel, Portfolien und auf ganze Verlage dazu zu kaufen.
00:07:25: und bei aller stückweit Melancholie –die mehr auch in meinem Wesen inne liegt und nahe ist, es ist natürlich auch ja nur in solchen zurückgehenden Märkten überhaupt gibt es solche Opponentitäten.
00:07:40: Weil man ganz ehrlich vor vierzig Jahren hat kein Verleger irgendwas verkauft.
00:07:43: Es gab auch gar keinen Grund dafür weil man hatte ja ein super Geschäft.
00:07:47: das ist auch im Zweifel einfach.
00:07:48: jedes Jahr Wuchs und von daher Ja wir sind den rückgehendem Märkten, ja es ist nicht einfach und zwar sowohl auf dem Vertriebsmarkt als auch auf dem Anzeigenmarkt.
00:07:57: aber Ja, es sind ein sehr, sehr dynamisches Unternehmen und sind sehr dankbar das wir Wachstumschancen
00:08:03: haben.
00:08:04: Spannend dass Sie von Wachstoomschancen immer noch sprechen!
00:08:07: Es gibt ja ganz viele Unternehmen in diversen Branchen die können nicht mehr über Wachsstum sprechen und im Übrigen auch keine tausend Euro Entlastungsprämie pro Mitarbeiter zahlen einfach weil die Kohle nicht da ist.
00:08:25: Wie verhält sich denn dieser Markt an Wachstumschancen, wo sehen Sie die denn heutzutage?
00:08:32: Zunächst mal das wäre natürlich falsch zu sagen dass der Markt wächst.
00:08:37: Das ist natürlich nicht der Fall also weder der Presse-Vertriebsmarkt da wo wir über Einzelverkauf sprechen, da wo auch Abonnementen sprechen stückweit wahrscheinlich auch im lesen zirkel.
00:08:50: der Marktwächs natürlich nicht eine Binsenweisheit, warum?
00:08:56: Weil die älteren Menschen noch sehr treu lesern und leser sind.
00:09:01: Und Käuferinnen und Käufe aber jüngere Menschen nun mal andere Medienkanäle für sich entdeckt haben.
00:09:07: da waren wir ja auch alle irgendwie live dabei als das losging.
00:09:14: Genauso ist es natürlich auch auf dem Werbemarkt der diesen langfristigen Trends folgt.
00:09:20: Das heißt wir haben immer noch in unseren Zeitschriften sehr spannende Werbemöglichkeiten, die auch Branchen nutzen.
00:09:31: Weil sie wissen, dass einfach dieses Nutzungserlebnis eine Zeitschaft zu lesen und diese exklusive, ich will fast sagen, intime Situation natürlich einen ganz anderen Kontakt hat als wenn ich irgendetwas links oder rechts zweitbe und irgendeine Story hoch- und runter ständig takte.
00:09:51: Das heißt wir haben schon noch Kunden, die das zu schätzen wissen.
00:09:55: Wir tun auch viel für unsere Partner aus der werbetreibenden Industrie aber natürlich jetzt auch der Markt zurückgehend und die Wachstumschancen sehe ich eben für uns als individuelles Wirtschaftsunternehmen zu sagen wir können eben auch in der Zukunft wahrscheinlich mit weiteren Proportunitäten wachstum generieren.
00:10:15: Und wer weiß vielleicht gelingt es ja auch mal in der Branche wieder einen gewissen Retro-Trend.
00:10:19: Ich habe gerade gelesen dass junge Menschen jetzt mal wieder sich eine Kassette kaufen.
00:10:25: Also wir zwei, Herr Dr.
00:10:26: Klein, wir wissen ja noch was... ...eine Kassete und ein Beistift miteinander zu tun haben und vielleicht wissen das demnächst auch die jüngeren Zielgruppen auch.
00:10:36: oder wenn sie sich mal die Menüplatten anschauen
00:10:38: etc.,
00:10:38: etc.
00:10:39: Also im Kleinen gelingt es vielleicht auch wieder die Faszination Print, die zumindest bei mir einfach kulturell tiefstfankert ist, auch weiterzutragen.
00:10:49: Aber ja Wachstum dem eigenen Unternehmen.
00:10:52: Ja, Wachstum des Marktes ist schwer.
00:10:56: Mein Sohn ist zwölf, er hat mich gerade dieser Tage gefragt, Papa was ist denn eine Diskette?
00:11:02: Da muss ich gestehen die hatte ich zwischen Kassette und DVD auch verdrängt aber die gab es ja auch bald.
00:11:07: Stimmt, stimmt.
00:11:09: Floppi-Disk.
00:11:11: Genau.
00:11:12: Wenn wir...
00:11:15: Der Großvater erzählt vom Krieg Herr Dr.
00:11:17: Klein, wer zwei?
00:11:20: Genau!
00:11:22: Erzähl mir mehr aus deiner Welt.
00:11:25: Wenn wir bei Ihrer Welt mal bleiben und vielleicht jetzt den Lesezirkel mit an Bord ziehen, weil Print lebt beschäftigt sich ja auch damit wie Print vielfältig lebt.
00:11:39: Welche Rolle spielt denn bei all Ihren Aktivitäten gerade Richtung Vertrieb gedacht?
00:11:46: Natürlich der Lesezirkel als solches!
00:11:49: Ja, der Lisetzeck ist natürlich ein ganz geschätzter Vertriebszweig.
00:11:55: Den wir natürlich sehr gerne für uns auch nutzen und auch für unsere unternehmerischen Ziele.
00:12:04: auch da wiederum wenn ich ein bisschen zurückblicke das war so vor zwanzig, fünfzwanzig Jahren für uns noch nicht so bedeutsam.
00:12:11: Das hat einfach an der Titelstruktur gehangen.
00:12:14: Damals waren wir noch stärker auf, sag ich mal, EV und Abo.
00:12:18: Da wiederum eigen Abo und natürlich WBZ ausgerichtet als dann später, als wir beispielsweise die Lizenz der deutschen Grazia kommen haben und die Grazer hier eingeführt haben, beispielsweise als wir für sie Petra Vital übernommen haben eine Jolie und nicht zuletzt eben jetzt auch die Titel rund um die Aktuelle Vom Spiegel oder das Gold mit Blatt im letzten Jahr.
00:12:43: Allein durch diese Portfolioerweiterung und auch ein Stück weit Umstrukturierung hat natürlich der Lesezirkel für uns eine ganz andere Bedeutung eingenommen, und ich glaube auch ein stückweit.
00:12:54: wir haben auch für die Lesen-Zirkelunternehmer eine andere Beteutung gewonnen.
00:13:00: Das heißt es spielt eine Rolle und wir freuen uns dass wir hier mit Unternehmern, die auch zukunftsgerichte Denken zusammenarbeiten können.
00:13:11: Sie haben ja eine eigene Pressevertriebs GmbH ausgegründet.
00:13:17: Wenn ich das richtig gelesen habe, dann mit dem Ziel die Stärken von Ihnen selbst also von Glamp und denen von Delius-Clasing gemeinsam zu koordinieren.
00:13:32: ist es so korrekt was Ihre Scherche ergeben hat oder warum gründen sie eine solche PresseverdriebsGmbH aus?
00:13:40: Also das ist richtig.
00:13:41: Wir haben damals bei der Übernahme von Delos-Glasing ganz klar gesagt, wir sehen in den redaktionellen Units gar keine Synergieeffekte, gar kein gegenseitiges Befruchten mit Inhalten und Themen, mit journalistischen Produktionen auf Wertschätzung, die man auch gegenseite hat.
00:14:04: aber ich sage jetzt mal so eine Grazia Redaktion von der Yacht, obwohl sie fünf Meter nebeneinander sitzen überhaupt nichts zu tun.
00:14:14: Das ist einfach so was es ist.
00:14:15: und die Units, die sowohl im, sag ich mal, kommerziell vertrieblichen als auch in Kaufmännischen zusammenarbeiten, die haben naturgemäß ganz andere Rührungspunkte.
00:14:27: also wenn Sie mal an Personalwesen denken, an IT, an die kaufmännische Abteilungen da ist das natürlich ganz logisch dass man dann auch zusammenlegt und aber auch voneinander lernt.
00:14:39: Also tatsächlich, das ist auf der Fall... Und wir haben jetzt eben wie zwischen.
00:14:42: in der IT haben wir beispielsweise dreißig kolleginnen und Kollegen was ja immer noch bei unserer Größe auch relativ kompakt ist.
00:14:49: Aber da haben wir eben verschiedene Kompetenzzentren da sitzen eben sehr kompetente Kolleginnen und Kollegen im Bielefeld Dann haben wir auch welche in Hamburg oder in Speyer?
00:14:58: Und dann haben wir sowohl für den Mediasales als auch für eben den Pressevertrieb jeweils eine eigene GmbH gegründet, bei dem wir da eben auch unsere Kolleginnen und Kollegen mit entsprechender Expertise die aber durchaus auch komplementäre war.
00:15:14: Und ist zusammengefunden und das eben in einer einheitlichen Steuerung gebracht um von daraus eben mit unseren Geschäftspartnern im Vertrieb wie mit den Großwisten?
00:15:27: Wie mit den Bahnhausbuchhändlern?
00:15:28: Wie hier, sage ich mal strengend zusammenzuarbeiten.
00:15:34: Und das glaube ich kappt gegenseitig sehr gut.
00:15:38: Damit haben Sie eine logische nächste Frage schon fast vorweggenommen nämlich inwiefern der Lesezirkel denn ein ja vielleicht auch Kanal der Zukunft sein kann?
00:15:49: In einer solchen Pressevertriebs GmbH und der Strategie also wie fern ist denn aus Ihrer Sicht Heute dort noch ein Gewinnbringer bei der Umsetzung der Strategie.
00:16:07: Ja, also zunächst mal um so ein bisschen das weinende Auge zu betrachten ist es so dass Werbetreibende und insbesondere ihre Agenturen heute mehr Bedeutung und mehr Fokus auf Einzelverkaufen aber nach Molligen?
00:16:21: Das ist einfach so.
00:16:23: Übrigens auch weniger Aufreichweiten als es früher der Fall war.
00:16:27: Ich sage mal so, MA-Bewegungen oder auch ABA-Belegung werden wesentlich weniger tatsächlich zumindest im direkten Gespräch mit dem Vermarkter bewertet als dann auch sehr konkrete Entwicklungen in der EV und Aboauflage.
00:16:43: Also da hat aus meiner individuellen Sicht ein Stück weit die ja vielleicht Bedeutung der Reichweite nachgelassen.
00:16:52: nichtsdestotrotz ist natürlich der Lesenzirkel auch für uns ein Instrument, um unsere Marken erlebbar zu machen.
00:17:00: Auch bei einem breiten Publikum und gerade vielleicht durch die Marken, die eben auch durch verschiedene Hände gehen, mal wieder unser Produkt zu präsentieren.
00:17:09: Vielleicht auch nicht bei Stammleserinnen oder Stammlasern.
00:17:13: Und das wissen wir sehr zu schätzen.
00:17:15: nach wie vor, wenn die Bedeutung etwas... nachgelassen hat, ist es auch in der Vermarktung immer noch ein Auflagenelement, das sehr stabilisieren wirkt.
00:17:26: In der Tat hat die Reichweite ja sehr vieles dominiert in allen möglichen Branchen.
00:17:32: wenn wir jetzt feststellen dass dort weniger stark der Fokus darauf liegt brauchen wir dann eine Anführungszeichen neue Währungen?
00:17:45: Ja also kann man nicht so einseitig festlegen.
00:17:49: Die MA ist ja nur im Endeffekt in den Gremien sowohl von uns Werbeträgern als auch eben von den Werbetreibenden und deren Agenturen besetzt.
00:18:00: Und zu Recht gibt es da natürlich auch jeweilige Partikularinteressen, also das heißt man muss immer zu einem Konsens finden.
00:18:08: ich persönlich bin nach bevor der überzeugend die Reichweiten, die wir heute in den verschiedenen Medien gattungen.
00:18:16: Wir sind ja beispielsweise auch sehr stark im Radio aktiv ihre Berechtigung haben und nach wie vor sehr, sehr nachhaltig und kontinuierlich und nachvollziehbar gemessen und dargestellt werden.
00:18:33: Also das ist eben nach wie vorher schon noch eine wichtige und richtige Währung.
00:18:38: dass man im Einzelnen immer darüber diskutiert vielleicht noch moderner machen kann, vielleicht auch nachvollziehbar.
00:18:46: Das ist sicherlich richtig und wichtig aber grundsätzlich ist die Behrung schon zuverlässig.
00:18:53: Sie haben die Übernahme von Delius-Clasing ja schon erwähnt vorhin und sie haben ja auch schon erwänt dass damit ein Bereich er bei Ihnen gewachsen ist Special Infrast.
00:19:06: Sie haben den Radsport und den Wassersport schon erwählt München und Hamburg.
00:19:12: Und wenn wir uns das mal, dass man so einordnen lassen von ihnen was eine Übernahme bedeutet und vielleicht auch in Stück weit Richtung Lese-Zirkel weiter denken.
00:19:28: Dieses Thema Special Interest ausbauen ist das ein Thema was man stärker über den Lesezirkel noch in die Verteilung bringen könnte sollte müsste dürfte?
00:19:42: Also zunächst mal noch ein bisschen zur Einordnung.
00:19:45: Die Übernahme von Delos-Klasing war für uns ja eine ganz klare Diversifizierungsstrategie.
00:19:50: Wir kannten uns bis dahin nicht aus, im Special Interest muss man auch ganz klar sagen wir haben natürlich auch viel gelernt vom den Kolleginnen und Kollegen.
00:19:59: die Bedeutung von Special Interests für die jeweilige Leserschaft ist enorm.
00:20:05: Und zwar ist nicht nur die Laserblattbindung enorm sondern von Unternehmen, die in der jeweiligen Zielgruppe quasi ihr Business machen.
00:20:16: Das ist wirklich enorm.
00:20:18: und das hat mir zum ersten Mal bewusst geworden als wir die Wassersportmesse Boot im Düsseldorf – das ist ja Europas wenn nicht weltweit die größte Wasserspottmesse – wie öffnen wir einmal im Jahre mit einer Flagship Night am Vorabend auch mit anderen europäischen Redaktionen aus dem Wasserspot.
00:20:40: Da werden in verschiedenen Kategorien Boote und Yachten premiert.
00:20:45: Und tatsächlich die ersten Gewinnern, denen kamen dann wirklich die Tränen.
00:20:49: Dann merkt man erst mal so die Bedeutung, die auch diese Medien haben als Qualitätsstempel, einfach als Mittler von den entsprechenden Firmen, Werften, Ausstattern ... einer Zielgruppe führt, für die ja Special Interest auch ein Stück bei Lebensinhalt ist.
00:21:12: Also das ist schon sehr spannend herauszufinden und zu lernen... ...und die digitalen Möglichkeiten sind beim Special Interests aus meiner jetzigen Sicht besser als in General Interests.
00:21:23: Da ist es sehr schwer!
00:21:24: Und um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen des Lesezirkels,... da habe ich jetzt bisher insofern gelernt dass das etwas schwieriger ist für eine Lesenzirkel, weil wir müssen dann natürlich mit hohen Abgabekreisen rechnen und arbeiten.
00:21:39: Und auf der anderen Seite ist es natürlich eine spezielle Zielgruppe.
00:21:42: die muss ich erstmal erreichen aber wir sperren uns da gegen gar nichts und sind für quasi auch jedes Abenteuer offen.
00:21:51: Abenteuern, Special Interest, Nische führt mich zu einem nächsten Thema nämlich sie investieren auch In Startups, Seed-Finanzierungen habe ich gelesen.
00:22:08: Es gibt ja in diesen Zeiten in Deutschland nicht mehr allzu viele Investoren.
00:22:14: Inwiefern ist die Zurückhaltung bei Ihnen eingekehrt auf der einen Seite und auf der anderen Seite?
00:22:20: Warum entscheiden Sie sich in Branchen zu investieren, die jetzt vielleicht nicht unbedingt so naheliegend sind?
00:22:28: Ja zunächst mal also.
00:22:29: diese Strategie im Investment in digitale Geschäftsmodelle außerhalb des digitalen Journalismus haben wir so vor etwa zehn, zwölf Jahren gestartet.
00:22:39: Und auch das war natürlich mit einem Gedanken verbunden dass wir uns diversifizieren wollen und auch müssen und ganz neue Geschäftsbereiche für uns entdecken wollen.
00:22:49: Ganz ehrlich hat wenig funktioniert.
00:22:51: es ist auch für mich persönlich durchaus frustrierend weil ich da viel Zeit und Energie investiert haben.
00:22:57: Und wir natürlich auch viel Geld investiert, haben.
00:22:59: es gibt schon so zwei drei Unternehmen auf die wir gesetzt haben bei denen wir wirklich eine gute Zukunft sehen oder eben auch schon einen entsprechenden Exit gemacht haben zum Beispiel About You der bekannte Modeversender.
00:23:17: Daneben ist eigentlich unser wesentliches Start-up ist auch schon zehn Jahre alt in Senio E-Commerce-Händler für Inkontinenzprodukte, da halten wir etwa fünfzig Prozent daran.
00:23:29: Und das Thema Produkte für Menschen die eben mit Themen wie Inkontinenz zu tun haben ist eben über ein e-Commerse und eine entsprechende auch wirklich sehr seriöse Beratung an Bedeutsames und eins das auch Zukunft hat.
00:23:46: aber ansonsten sind auch richtig viele Themen bei denen ich mir was versprochen habe und bei denen wir auch immer gesagt haben dass liegt unseren Zielgruppen nahe.
00:23:54: Also wir haben nicht so einfach ins Blaue geschossen.
00:23:56: Wir haben immer gesagt, an dem digitalen Schraubenhandel würden wir uns nicht beteiligen, obwohl der vielleicht sehr spannend gewesen wäre ökonomisch aber da hat nichts mit unseren Zielgruppen zu tun.
00:24:04: Das heißt, wir haben uns darauf konzentriert auf Themengebiete und Interessen die unsere Zielgruppe auch bei uns finden plus sage ich mal auch nur Vermarktungsmechanismen und Firmen.
00:24:16: Aber es hat wirklich relativ wenig funktioniert.
00:24:18: das ist frustrierend Das muss man ganz klar sagen und entsprechend habe ich mich schon auch in den letzten Jahren sehr stark zurückgehalten.
00:24:26: Auf der anderen Seite ja, sehr klassisch und vielleicht ein bisschen boring haben wir uns auf Print konzentriert und fokussiert, haben da letzten zehn zwölf Jahre über zwei Hundert Millionen Euro investiert und können sagen das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.
00:24:42: Ein Beispiel dafür dass Print lebt Wenn wir zum Ende hin noch ein Thema aufmachen, was ein bisschen auch in diese Richtung passt.
00:24:52: Nämlich Stichwort Nachhaltigkeit.
00:24:55: Ich weiß es wird sehr inflationär verwendet und mittlerweile ist ja alles nachhaltig und am liebsten nur noch.
00:25:03: Ist das für Sie mit der Größenordnung ein Wettbewerbsvorteil?
00:25:11: Es geht ja auch um Drucktechnologie.
00:25:16: umweltfreundlich ist, wie man in Anführungszeichen Projekt Wasserfarbe können Sie gleich was dazu sagen?
00:25:22: Wie man Recycling und Abfall vermeidet oder wieder in den Prozess überführt.
00:25:27: Inwiefern spielt denn diese Thema Nachhaltigkeit bei Ihnen eine Rolle?
00:25:31: Ich frage insbesondere vor dem Hintergrund weil der Lesezirkel als Modell als solches ja sehr nachhaltig ist.
00:25:41: Ja also zunächst mal meine spontane replik darauf.
00:25:46: Natürlich ist Nachhaltigkeit bedeutsam, ich finde das auch ganz persönlich ein Thema dass wir natürlich als Menschheit Ressourcen verschwenden was völlig wahnsinnig ist und Lebensräume verdrängen die wir eigentlich nicht dass wir das wenig machen sollten und was wirklich traurig ist wenn man sich das mal über so den Zeitstrahl wirklich anschaut jetzt mal ganz konkret für unser Business gesprochen ist.
00:26:12: in den letzten Jahren verstärkt auch die Anforderungen nach nachhaltiger Messung unserer Aktivitäten aufgekommen, sowohl von der werbetreibenden Industrie als auch von Banken.
00:26:27: Das hat man ein bisschen nachgelassen also es hat gefühlt nachgelassene.
00:26:30: ich glaube, der Schwerpunkt liegt momentan nicht mehr so darauf in dieser Außendarstellung von dem, was man ein als Wirtschafts-subjekt macht.
00:26:42: Nichtsdestotrotz ist es selbstverständlich dass wir wie und auch natürlich unsere Zulieferer denken sie an die Papierwerke, die unfassbar viel Energie und Wasser verbrauchen.
00:26:53: Und Wasser ist vielleicht an dem Fall noch nicht mal das Problem Druckereien.
00:26:57: Natürlich versuchen Materialien und Energie zu sparen Und wir das natürlich auch als Mediengruppe gerne fördern, mal an der eine anstelle ein Projekt.
00:27:09: Auch mitmachen oder anstoßen.
00:27:10: und zu dem Lesenzirkel kann ich nur sagen Das ist nochmal ein gutes Stichwort, dass ich auch mitnehme in unsere Vermarktung zu sagen Wir haben hier eigentlich so eine stabilisierende Auflage.
00:27:21: die ist per se nachhaltig weil unser Produkt vielfach verwendet wird Und ohne das despektierlich zu meinen, kommt mir also ein bisschen der Gedanke wie an der Zapfsäule.
00:27:31: Da habe ich auch E-Zähnen was er heißt dass zehn Prozent nachhaltiger Treibstoff beigemischt ist.
00:27:36: und jetzt hab' ich vielleicht kann ich so sagen Ich hat einen Zehn prozentnachhaltige Auflagen im Lesenzirkel.
00:27:42: Also es ist ein gutes Argument, das ich hier aus diesem Gespräch mitnehmen möchte.
00:27:46: Also vielleicht ein Thema was im Vertrieb Stich in der Vermarktung dann beide Seiten noch stärker herausarbeiten könnte?
00:27:55: Ja Wir gehen es an.
00:27:58: Wir gehen das an und zwar in der Tat auch gemeinsam, Sie werden nämlich Ihr Büro in Hamburg verlassen um zu einer Veranstaltung in Hamburg zu kommen die zwei Verbände gemeinsam ausrichten, nämlich Abo- und Lesezirkel gemeinsam.
00:28:16: sie sitzen dort in einer illustren Runde zusammen Und es geht ein Stück weit um das Thema KI Einsatz Earnings und Learnings.
00:28:27: Wollen Sie uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack geben?
00:28:30: Was bringen sie mit im Gepäck?
00:28:33: Also zunächst einmal, ja ich verlasse das Büro.
00:28:35: Ich habe aber nicht so eine Weite Anreise.
00:28:37: Das sind nämlich so gefühlt zweihundfünfzig Meter.
00:28:40: Mein letzter Auftritt war in Berlin vor drei Jahren was auch große Freude gemacht hat.
00:28:45: Allerdings hat die Deutsche Bahn geschafft mich von Hamburg nach Berlin in vier Stunden fünfzig zu bringen Und ich bin überhaupt kein Bahnhasser und kritisiere.
00:28:52: Also da bin ich quasi mitten in mein Auftritt reinkommen, weil es ein bisschen länger war die Anreise.
00:28:57: Hier habe ich eine sehr kurze Anreize und wir beschäftigen uns – das kann ich sagen – sehr, sehr intensiv mit dem Thema KI.
00:29:04: Wir saßen heute drei Stunden zusammen auch mit Partnern und haben viele spannende Dinge, die wir für uns entdecken und die wir aber auch nach draußen tragen.
00:29:15: und auf dem Kongress möchte ich so ein, zwei Beispiele präsentieren.
00:29:21: Und da halten wir jetzt mal die Spannung aufrecht und freuen uns dann auf die persönliche Begegnung.
00:29:27: Das unterschreibe ich und zwar in Gänze.
00:29:30: also Die Spannungen ist bei mir Jetzt auch Da und das Persönliche Kennenlernen wird es spätestens Dann In Hamburg am achtzendten Mai Geben.
00:29:40: Darauf freue Ich mich.
00:29:40: Lieber Herr Rose Vielen lieben Dank Erstens Für Ihre Zeit Zweitens für spannende Einblicke.
00:29:48: Bleiben Sie positiv, denn Brindt lebt.
00:29:52: Herzlichen Dank und ich freue mich auf einen Wiedersehen an Wiederhören dann in Hamburg!
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